Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 12 Antworten
und wurde 1.107 mal aufgerufen
 Boote | Technik | Outfitting | Ausrüstung Sortierung: Alte Beiträge zuerst  
Loisachqueen
Krasser



05.04.2009 15:07
ES-Canadier-Paddel antworten

Hallo zusammen!
Hat jemand von euch Erfahrung mit Canadierpaddeln von der Firma ES im Wildwassereinsatz?
Überleg mir gerade, ob ich mir nicht ein solches zum C1 fahren anschaffen soll. Bin gestern eines mit vorgelegten Schaft gepaddelt, das würde nicht in Frage kommen, aber eines mit geraden Schaft.

Loisachqueen

KanuUli
Checker



05.04.2009 19:15
RE: ES-Canadier-Paddel antworten

Hallo

*Hust Mergner hust*

ich persönlich halte von Vollcarbonpaddeln im Wildwasser nicht wirklich viel. Da bekommt das Blatt viel zu leicht Schläge ab ...

Gruß Uli

schwimmendeWerkzeugkiste
Oldtimer



06.04.2009 12:28
RE: ES-Canadier-Paddel antworten
In richtig steinigem Wildwasser ist es wirklich etwas schmerzhaft mit diesen Paddeln zugange zu sein - bei Steinkontakt isses irre laut und er überträgt sich unmittelbar auf den Paddler. Aber ich benutze die ES-Paddel doch noch lieber als mein "weicheres" Kober Aramid/Kevlar/Trallala-Gemisch-Paddel. Und angenehm ist auch, dass sie gebraucht so um die 50,-EUR zu bekommen sind (mit etwas Glück). Da tut der Bruch nur kurzzeitig richtig weh (das abgebildete Paddel befindet sich noch immer in der Klinik... zum Vergleich rechts das Kober mit stylish passendem Helm).

Axel

P A D D E L B L O G "Everyone must believe in something. I believe I'll go canoeing" Henry David Thoreau

Loisachqueen
Krasser



06.04.2009 15:28
RE: ES-Canadier-Paddel antworten

Tja, das Glück habe ich leider nicht. Mir wurde ein ES für 120,- angeboten. Das kann ich mir nur momentan nicht leisten. Neu kosten die fast 200,-.

@ kanuUli: Die Kanadierpaddel von Mergner sind mir ersten ein bisschen zu schwer, außerdem haben die eine ziemlich große Paddelfläche. Wenn ich Gewicht heben will gehe ich zum Hanteln in die Halle auf'm Bach möchte ich nicht städig MAX-Kraft trainieren gehn.

Mir gings nur allgemein um die Geschichte, wie haltbar sind die Teile, weil ich da schon ziemlich negatives aus dem Sektor der Kajakpaddel gehört habe.

Ich fahre im Kajak auch ein Paddel mit 70% Karbon und hab da bei steinigen Bächen auch kein Problem. Ich mag auch eher Paddel, die sich nicht wie Kaugummi durchs Wasser ziehen lassen. Fahre momentan ein ganz nettes Holzpaddel, aber damit werde ich im C1 immer ein bisschen sehr belächelt.

KanuUli
Checker



06.04.2009 15:50
RE: ES-Canadier-Paddel antworten
Hallo

In Antwort auf:

Die Kanadierpaddel von Mergner sind mir ersten ein bisschen zu schwer [...] Wenn ich Gewicht heben will gehe ich zum Hanteln in die Halle auf'm Bach möchte ich nicht städig MAX-Kraft trainieren gehn.


Naja 100 Gramm mehr? Ich wüsste nicht, dass man damit zum Schrank wird.

In Antwort auf:

[...]außerdem haben die eine ziemlich große Paddelfläche.


Naja das kann man jetzt von beiden Seiten sehen. Ich persönlich mag eine große Fläche um, wenn es sein muss kräftig dran ziehen zu können.
Auch bevorzuge ich auch ein steifes Paddel, um diese Kraft wirklich sofort und gezielt einsetzen zu können.

Mein Kajakpaddel fahre ich jetzt seit Mitte 2006 (war davor Testpaddel, aber so gut wie keine Matzer auf der Kante). Ich schone es wirklich nicht, eher im Gegenteil. Man macht damit Zeug, was man eigentlich nicht machen sollte und es hat auch schon einige Schläge auf die Flächen und Kanten abbekommen. Die Flächen sind nicht wirklich geschrumpft (ich denk jetzt an Werner oder Robson) und ist auch sonst nichts gebrochen oder Ähnliches.
Bin einfach rundrum damit zu frieden.

Gruß Uli
The_Great_Gonzo
Brother


06.04.2009 19:02
RE: ES-Canadier-Paddel antworten
Ich habe mit mit Carbonpaddeln nur schlecht erfahrungen gemacht. Auf dauer viel zu steif, Tendonitis gruesst. Zudem sind die meisten sehr splitteranfaellig, wenn man da mal so richtig auf einen Stein trifft.
Die meisten Carbonpaddel sind fuer den Slalom oder Wildwasserrenneinsatz konzipiert, wo das Das leichte gewicht und die steifigkeit sehr wichtig sind. Im allegemeinen Wildwassereinsatz , vor allem beim creeken, gehen solche paddel regelmaessig zu bruch. Auch paddle mit plastikblaettern sind nicht unbedingt das letzte Wort. I hatte in letzter Zeit einige H2O blaetter gebrochen, vermutlich durch wintereinsatz bei sehr tiefen temperaturen (-15 bis -15 deg C).
Mittlerweilen bin ich wieder bei Holz gelandet, allerdings nicht mehr bei den industriell gefertigten holzpaddeln fuer unter $100, sondern bei den einzelanfertigungen von leuten wie Keith Backlund, Jim Snyder und so. Diese paddel werden von steifigkeit, gewicht, blattgruesse und verstaerkunhg spezifisch nach den kundenanforederungen gebaut. Kosten zwar soviel wir ein carbonpaddel, aber meiner meinung nach besser und dauerhaltbarer!
Lass die Leute lachen was sie wollen wegen deinem Holzpaddel.
Hier in NA sind sehr viele fortgeschrittene C1 und OC1 paddler, sofern sie nicht rennen fahren oder von einem paddelhersteller gesponsort werden, wieder auf holzpaddel umgestiegen.

http://www.cboats.net/paddles/
http://www.rivrstyx.com/
http://www.echopaddles.com/
http://mitchellpaddles.com/#


TGG!
Loisachqueen
Krasser



06.04.2009 19:52
RE: ES-Canadier-Paddel antworten

@kanuUli: Zu dem Thema Materialabrieb muss ich dir bei Mergner aber wiedersprechen. Mein Schwesterchen fährt jetzt seit Winter '07 das Bionik und das hat schon gut gerundete Kanten. Aufgrund ihrem Fahrkönnen ist sie aber nicht umbedingt im großen Wildwasser damit unterwegs. Da reichen Schaugrabenstrecke auf der Brandy und die Scoulstrecke auf'm Inn völlig.

@The_Great_Gonzo: Ich habe auch ein Paddel im tief-Temeperaturenbereich im Einsatz. mit dem habe ich keine Probleme. Das hat sogar schon einen Autounfall überlebt ohne einen einzigen Kratzer. Kann aber auch einfach an der Verarbeitung liegen. So bald beim Laminieren zu viel Harz wieder heraus gezogen wird, können sich Haarrisse bilden und die führen wiederum zu Kälteschäden. Das Phänomen kenne ich von Wettkampfbooten, die im Winter gefahren werden.

@ alle: Gibt's eigentlich im mittleren Preissektor überhaupt brauchbare Canadierpaddel, die nicht eine Tone wiegen und für eine Frau paddelbar sind? (Studenten haben ja bekanntlich nicht das große Geld und noch hat mein Holzpaddel ja nicht den Geist aufgegeben)

Mein Holzpaddel ist eine eigen Konstruktion von meinem Vater, war eigentlich mal als Jugendpaddel für den Familiencanadier gebaut. Das die erwachsenen Kinder plötzlich auf die Idee kommen ihre Kajaks zu C1 umzubauen und dann dieses Paddel im Wildwasser einsetzen, war am Anfang nicht geplant. Gut, mein Vater hat das Paddeln damals ähnlich seinem eigenen Allroundpaddel gebaut (WW-Einsatz bis WW-2). Deshalb hat es auch stabile Kanten und so. Gewicht lässt sich auch sehen, weil das Blatt innen hohl ist. Nur für bestimmte Schläge (z.B. Übergriff) hat das Paddel ein bisschen zu große Flächen.

fez
Held vom Erdbeerfeld



06.04.2009 20:00
RE: ES-Canadier-Paddel antworten
es gibt im untersten Preisektor das Carbonpaddel C6 von TyWarp. Das musst Du Dir nur an beiden Seiten mit einer Feinsäge und einer Feile beschneiden (Staubmaske nicht vergessen!) und schon kanns losgehen. Ich habe ca. 6 mm auf beiden Seiten abgeschnitten. Das ist zwar nicht übermäßig abriebfest dafür schön steif und maximal günstig.

http://www.ekue-sport-celle.de/xoomshop/...arp-Warp6C.html

--------
Am Grund die Steine,
Sie scheinen sich zu rühren
Im klaren Wasser.

Sôseki

schwimmendeWerkzeugkiste
Oldtimer



06.04.2009 20:20
RE: ES-Canadier-Paddel antworten

Gerade das TyWarp ist meinem Paddelfreund Klemens auf den ersten 200 Metern auf der unteren Enz zerbrochen (http://paddelblog.blogspot.com/2009/03/same-procedure.html). Er hat zwar anstandslos ein Austauschpaddel vom Händler bekommen aber der Schock sitzt tief. Ich fand das sehr erschreckend denn Klemens hat keine wilden Sachen mit seinem Paddel gemacht (ganz im Gegensatz zu mir mit meinem ES/Schlegel, das ich dereinst auf der Nagold übel missbraucht habe...)

Axel

P A D D E L B L O G "Everyone must believe in something. I believe I'll go canoeing" Henry David Thoreau

fez
Held vom Erdbeerfeld



06.04.2009 20:43
RE: ES-Canadier-Paddel antworten
War das ein C6 oder C7 ? Also bei mir haben 2 x C6 klaglos gehalten.
Na ja, egal... Ich denke das einzig Wahre sind einfach die Mergner-Paddel. Deshalb schone ich meines und verheize das Tywarp C6.

--------
Am Grund die Steine,
Sie scheinen sich zu rühren
Im klaren Wasser.

Sôseki

schwimmendeWerkzeugkiste
Oldtimer



06.04.2009 20:52
RE: ES-Canadier-Paddel antworten

Ja, weiß ich jetzt nicht welches C? das war.

Am Ende war's gebrochen und zwar nicht irgendwo da unten wo mein Schlegel so dünn ausläuft sondern im oberen Drittel, wo die Schaftverdickung schon deutlich erkennbar ist. Äußerst rätselhaft...

Axel

P A D D E L B L O G "Everyone must believe in something. I believe I'll go canoeing" Henry David Thoreau

Loisachqueen
Krasser



06.04.2009 22:45
RE: ES-Canadier-Paddel antworten

Das 6C kenne ich, das fährt mein Vater im Familiencanadier. Das Teil zeigt aber bei geringen und sehr vorsichtigem Einsatz im WW deutliche Materialabtragungsraten. Ist sehr leicht und fährt sich im Big Schiff ganz gut.
Für einen C1 ist die Fläche ein bisschen sehr groß. Ich will schließlich nur paddeln und keine Fische erschlagen bzw. Rafts versenken. A propro Raft dafür ist das 6C nicht schlecht als Steuerpaddel. Und absägen?! Ich weiß nicht!

Gerhard
Brother



07.04.2009 07:11
RE: ES-Canadier-Paddel antworten

Auch ich kann die Mergner Paddel nur empfehlen.
Fahre sowohl das Touring als auch das Bionic. Bin sehr zufrieden damit, halten richtig was aus.
Und Flex haben sie auch. Ist gesünder.

Wenn Frau ein kleineres Blatt braucht ... auch die Mergners können mit etwas handwerklichem Geschick kleiner gemacht werden (so wie Fez es mit dem Ty Warp gemacht hat).

Grüße
Gerhard

Navigation
 Sprung  
Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz