"das Hemd wird mir sauber bleiben" hat mein Vater immer gesagt wenn er zum Ausdruck bringen wollte dass er irgendetwas ganz bestimmt nicht tun würde, in meinem Fall bedeutet der Spruch also: nur weil ich inzwischen ein paar Vierer mit Anstand runtergekommen bin hau ich mich doch nicht als nächsten Schritt einen siphonierten Fünfer runter!
So was vierplusiges a la Ardezer oder Tiefenbachklamm der Brandenberger oder Weißbach, DAS sind für mich neue Ziele für 2011.
-------- better watch your soul, it'll leave ya like a hundred bucks
Oh je, versteh mich bitte nicht falsch – einen 5er würde ich so schnell definitiv auch nicht fahren! Wir waren bei einem Wasserstand von ca 40 cm (Pegel Unterjettenbach, Quelle kajak.at) unterwegs, ohne Kernstelle, und dann ist das höchstens ein IVer. Gefährlich gewiß, aber da ist der Weißbach auch nicht besser (siehe zB Unterspülung der Eingangsstufe in die Klamm). Nach Giarsun und Weißbach war die Schlucht jetzt auch erst mein drittes Mal im vierten Grad
seit ich den bericht auf soulboater oder kajak.at über eine oc1 befahrung bei 23cm gelesen habe steht die teufelsschlucht auf meiner Fernzielliste ganz oben ;-)
deshalb würde ich mich freuen wenn du noch was über die schlucht erzählen würdest. sowas wie: besonders gefährliche stellen, beste linien, möglichkeit zur absicherung, wasserstände, geheime tricks... ALLES hilft.
eine eingängige Beschreibung folgt - bilder hab ich keine, da wir mit sehr ungeduldigem Volk unterwegs waren
wie sie bei so wenig Wasser von 23 cm aussieht, weiß ich nicht - sie ändert ihrn Charakter mit steigendem Wasserstand deutlich. Bei unseren about 40 cm war sie technisch, aber auch mit etwas Druck.....bei mehr wasser steigt der Druck, manche Stellen sollen dan technisch einfacher sein. Vorsicht ist immer geboten, da viele Steine unterspült sind. Siphone haben wir ein paar gesehen, aber beim paddeln wurden wir von keinem gestört.
Bei 40 cm: Warmfahren auf der Slalomstrecke! Zu Beginn der Schlucht, wo es unter dem markanten Teufelssteg hindurchgeht, steht ein relativ wuchtiger Eingangsschwall, die "Walzen"/Wellen sind aber noch gut zu durchbrechen. Es zieht zunächst leicht auf den großen Stein zu, um dann neben dem Stein aufs rechte Ufer zu drücken. Dann folgen per Kehrwasserhüpfen gut einsehbare, leichte Stücke.
Nach dem nächsten richtig dicken Stein - er ist glaube ich siphoniert - dann links raus, hier beginnt die Kernstelle. Danach kommt das bekannte S. Man kann vor oder nach dem S wieder einsteigen. Von nun an wird es schwerer.
Nach einer auf Sicht fahrbaren Strecke gelangt man zu einem dickeren Steinhaufen.....zweimal hintereinander zwei Steine. Am besten vorher links anlanden und auf jeden Fall scouten. Wir sind die beiden Steinpaare links gefahren, da es rechts unter dem Stein herging. Die zweite Stufe war eng und nach rechts gewinkelt, allerdings musste man das Boot gerade halten, um nicht gegen den Stein zu donnern und im turbulenten Unterwasser aufgemischt zu werden.
Danach - bitte auch scouten - folgte ein S rechts von einem Stein. Dieser Stein ist unterspült, was man nicht sieht, !Achtung!, aber das wasser zieht wirklich stark drauf zu, also möglichst Vollgas geben und davon wegbleiben. Man kann auch links von dem Brocken über ein paar Steine holpern, wenn einem das S zu gewagt ist.
Nun kommt - nach einem Kehrwasser - der Schlussabfall. Wir sind linksufrig am ersten Stein vorbei und die Stufe danach dann mittig gesprungen. Anschauen vom linken Ufer aus lohnt.
Die ganze Schlucht wird vom Triftsteig begleitet, man kann an vielen Stelle aussteigen und rauslaufen, oder auch fotografische /sicherheitstechnische Begleitung organisieren.
Vom technischen her war die Schlucht bei diesem Wasserstand recht anspruchsvoll, aber machbar. Etwas Erfahrung im Wildwasser wäre allerdings gut gewesen. Da mir diese fehlt, tat ich mir schon etwas schwerer als unsere Begleiter, die zwar nicht unbedingt eine bessere Technik als ich, dafür aber viele Jahre Erfahrung besaßen.
Servus, am vergangenen Wochenende waren 32m³ in Lofer, in cm ca.40. Denke aber das sich der Pegel verschoben hat, deswegen schau ich jetzt auf die m³. Ansonsten war mein minumum Pegel sonst ca30cm. Bei dem WE Pegel war es echt noch in Ordnung zu fahren, wenn es weniger wird wird es unter umständen recht eng, so ist die Abschlusstufe inzwischen etwas schlitzig so das man sich den ellbogen anhaut. (bei 30cm auf jedenfall, stand letztes Jahr und das ist nicht besser geworden)
Bis zur Kernstelle ist es nicht viel schwerer als auf der Slalomstrecke, klar an einigen Stellen läuft das Wasser unter die Steine. Kernstelle kann links wunderbar umtragen werden. nach dem "S" bis zum "Lieferanteneingang" bei dem Pegel auch noch nicht viel schwerer. Die Folgende Strecke ist vom Steig auch gut einsehbar, wie die gesamte Strecke. Meines erachtens liegen die schierigeren Stellen ab dem Lieferanteneingang bis zur Abschlussstufe.
Zur Linie, die sollte man kenne oder einen dabei haben. das wasser läuft gerne mal in sackgassen die dann unter den steinen weiter fliest.
Ein super Graben alle mal, die schwierigkeit ist denke ich das man die "Schierigkeit/Gefahr" nicht so sieht. @ fez, das ist aber auf dem weissbach genauso;-)
anbei ein Bild vom Lieferanteneingang ;-)
schöne Grüsse und aufpassen auf dem Stück
AJ
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